Abendlicher Innenraum mit Blick über den Untersee

Die Gegenwart bauen.Das Leben weiterdenken.

Wie wollen wir leben? Diese Frage steht vor jeder Linie, die wir zeichnen.
Architektur. Civiltà. Cultura.

Wir verstehen ein Bauvorhaben als Teil eines grösseren Zusammenhangs. Ein Haus prägt das Leben seiner Bewohner und wird zugleich Teil einer gemeinsamen Welt. Darin liegt seine kulturelle Verantwortung.

Civiltà und Cultura

Civiltà.

Wie wollen wir zusammenleben?

Das Private braucht Schutz. Gemeinschaft braucht Raum. Zwischen beiden entstehen die Orte, an denen sich unser Alltag entfaltet: ein Eingang, eine Loggia, ein Weg, ein Hof.

Wir fragen, welche Beziehungen Architektur ermöglicht und wem sie offensteht. Die Qualität eines Hauses zeigt sich auch darin, wie es zum Nachbarn wird.

Cultura.

Wie bauen wir an einer Geschichte weiter?

Material, Proportion und Handwerk tragen Erinnerungen. Ein Dorf, eine Landschaft oder ein Quartier ist ein bereits begonnenes Gespräch.

Wir hören zu und formulieren eine Antwort aus unserer Zeit. Geschichte wird dabei zum Ausgangspunkt für eine Architektur mit eigenem Ausdruck.

Offen für Wandel. Fähig, Halt zu geben.

Lebensformen verändern sich. Unsere Ressourcen sind endlich. Technische Möglichkeiten wachsen. Die Antwort darauf verlangt mehr als einen zeitgemässen Ausdruck.

Wir suchen nach Räumen, die sich im täglichen Gebrauch bewähren. Nach einer Materialität, die altern darf. Nach dem richtigen Mass zwischen dem, was möglich ist, und dem, was einen Ort bereichert.

So wird Haltung praktisch: in einem Grundriss, der Spielraum lässt. In einer Schwelle, die Begegnung ermöglicht. In einer sorgfältigen Entscheidung, die lange trägt.

Haltung in gebauter Form
Abendsonne über dem Untersee, Blick vom Seerücken
Der Untersee am Abend, vom Seerücken aus.

Vier Qualitäten, die sich nicht in Quadratmetern messen lassen.

Ein Raumprogramm benennt Funktionen und Flächen. Wie ein Haus auf uns wirkt, entscheidet sich jedoch auch an leiseren Fragen: an Nähe und Rückzug, am richtigen Mass, an den Spuren der Zeit und an dem Verhältnis von Wandel und Halt.

  • Bild zum Essay «Wie viel Mensch passt in einen Raum?» von Daniel Dalla CorteNähe braucht Gegenräume.Offenheit verbindet. Rückzug schützt. Gute Räume erlauben beides und geben Menschen die Freiheit, gemeinsam oder für sich zu sein.Essay 12: Wie viel Mensch passt in einen Raum?
  • Bild zum Essay «Das Ego baut gerne gross» von Daniel Dalla CorteGrösse ist kein Wert an sich.Nicht zusätzliche Fläche bleibt in Erinnerung, sondern der richtige Ort im richtigen Moment. Klarheit kann einem Haus mehr Weite geben als Quadratmeter.Essay 13: Das Ego baut gerne gross
  • Bild zum Essay «Warum uns alte Häuser berühren» von Daniel Dalla CorteZeit darf sichtbar werden.Materialien dürfen altern, Bestehendes darf seine Spuren zeigen. Ein gutes Haus ist nicht nur fertig gebaut. Es besitzt die Fähigkeit, Geschichte aufzunehmen.Essay 15: Warum uns alte Häuser berühren
  • Bild zum Essay «Warum wir nie ganz ankommen» von Daniel Dalla CorteWandel braucht Halt.Räume sollen Veränderungen aufnehmen können, ohne beliebig zu werden. Architektur kann beweglich bleiben und uns dennoch einen Ort geben, an dem wir ankommen.Essay 16: Warum wir nie ganz ankommen